Al-Andalus und Europa
Zwischen Orient und Okzident
Hrsg. Martina Müller-Wiener, Christine Kothe, Karl-Heinz Golzio, Joachim Gierlichs
3 x 30 cm, 416 S., 446 Abbildungen, davon 19 in Farbe und 427 s/w, Hardcover
ISBN 978-3-935590-77-8
Euro 69,00
30 Beiträge international bekannter Kunstwissenschaftler, Archäologen und Historiker setzen sich mit der islamischen und christlichen Kunst und Architektur sowie dem Kunstgewerbe in Spanien und darüber hinaus bis nach Deutschland, in den Iran und nach Afghanistan in Übersichten und Einzeluntersuchungen auseinander. Das Buch umfasst alle Bereiche der Kunstwissenschaft, einschließlich archäologischer Ausgrabungen und Untersuchungen zu Handschriften, Stuck, Bauplastik, Keramik usw.
Nach Beiträgen, wie z. B. von Barbara Finster zur Tradition der umayyadischen Kastelle, Christian Ebert "Die Luesterfliesen am Mihrab der Hauptmosche von Qairawan - eine ostislamische Quelle westislamischen Bauschmucks", Anette Hagedorn "Walter Gropius, Karl Ernst Osthaus und Hans Wendland - die Ankäufe maurischer Keramik für das Deutsche Folkwang Museum Hagen im Jahr 1908", folgen mehrere Abhandlungen zu „Al-Andalus als Machtzentrum“. Dabei werden auch Bezüge zu Mitteleuropa hergestellt, wie z. B. Sabine Noack-Haleys Beitrag zu den islamischen Elementen am Hezilo-Leuchter im Hildesheimer Dom belegt. Es folgen die Hauptkapitel „Zwischen Al-Andalus und Maghreb“ und „Unter der (Vor)Herrschaft christlicher Iberischer Reiche“ und „Romantische Sehnsucht im 19. und 20. Jahrhundert“, in denen nicht zuletzt auch die Einflüsse der islamischen Kunst beleuchtet werden, wie z.B. die Artikel von Henrik Karge „Architektur im Grenzbereich der Kulturen - Gotische Architektur und islamische Bautradition in Toledo und Südspanien“ und Gottfried Kerscher „Methodische Probleme der eurozentristischen Sicht auf die spätmittelalterliche Palastbaukunst“ zeigen.Die Aufsätze sind überwiegend in deutscher, aber auch in spanischer, französischer und englischer Sprache verfasst.