Hitlers Hauptstadt Berlin
Hartmut Ellrich
IMHOF-Zeitgeschichte
12 x 22 cm, ca. 160 Seiten, ca. 150 Abbildungen, Broschur
ISBN 978-3-86568-380-9
ca. 9,95 €
erscheint im 4. Quartal 2010
„Ich kann mir nie einen anderen Führer in Berlin denken!“, sagte Adolf Hitler 1929 zu dem 1926 nach Berlin entsandten NSDAP-Gauleiter Joseph Goebbels in Weimar. Noch zwölf Jahre zuvor hatte der junge Weltkriegsgefreite Hitler Berlin als „großartig“ und „so richtig eine Weltstadt“ bezeichnet. Ein ambivalentes Verhältnis, ja eine Hassliebe, die Hitler und Berlin zeitlebens
verband und die nun im Band „Hitlers Hauptstadt – Berlin“ erneut in den Fokus gerückt werden soll. Interessante Fragen wie Hitlers Einstellung gegenüber der Moderne werden dabei ebenso in den Blick genommen wie die allgemeine politische Entwicklung von der „Eroberung“ Berlins über die „Machtergreifung“ 1933 bis hin zur der Manifestation der Herrschaft. Sie sollte steingeworden“ in der 1950 vollendeten „Welthauptstadt Germania“ gipfeln.
Natürlich blendet der Band die Verbrechen gegen Oppositionelle und Juden genauso wenig aus, wie er den verbrecherischen Machtapparat aus SS, SD und Gestapo in den Blick nimmt. Am Ende des Bandes steht der Selbstmord des Diktators am 30. April 1945, dessen Ende im Spielfilm „Der Untergang“ 2004 über 4,5 Millionen Menschen allein in den Kinos verfolgten.